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    ZfP Bad Schussenried im Warnstreik

    Tarifkonflikt Länderbeschäftigte

    ZfP Bad Schussenried im Warnstreik

    24.11.2021
    Handeln für Morgen, das Logo zeigt die Beschäftigten im Bereich des Tarifbereichs TV-L ver.di HANDELN! FÜR MORGEN!

    Tarifkonflikt Länderbeschäftigte
    ZfP Bad Schussenried im Warnstreik

    In dieser Woche zieht sich eine Warnstreikwelle durchs Ländle, so auch durch den ver.di Bezirk Ulm-Oberschwaben. Heute haben 120 Streikende aus Universität, Hochschule und weiteren Landeseinrichtungen an einer Kundgebung in Ulm am Weinhof teilgenommen. Am Mittwoch werden sich Beschäftigte am Zentrum für Psychiatrie in Bad Schussenried in die Streikfront einreihen. Wenn der Finanzminister im Land sich freut über die zu erwartenden Einnahmenmehrung nach der Steuerschätzung, dann müssen wir ihm sagen, „da muss bei den Beschäftigten ein Teil des Geldes ankommen“, fordert Maria Winkler, Geschäftsführerin des ver.di Bezirk Ulm-Oberschwaben, denn die Beschäftigten stehen „bis zum Anschlag in den Belastungen der vierten Corona-Welle“.

    Die Beschäftigten am Zentrum für Psychiatrie in Bad Schussenried werden am Mittwoch mit Beginn der Frühschicht für mehrere Stunden in den Warnstreik gerufen. Um  12:30 Uhr sind alle aufgerufen an einer Kundgebung vor dem Gustav-Messmer-Haus am Gelände des ZfP teilzunehmen. Gerade die Landeseinrichtungen im Gesundheitswesen haben große Probleme qualifiziertes Personal zu finden, berichtet Maria Winkler und solange die Entgelte unterhalb der vergleichbaren Berufe in den kommunalen Kliniken liegen, wird sich das Problem noch verschärfen“. Da gerade für die Pflegekräfte die Arbeitgeber der Länder Verbesserungen kategorisch ablehnen,
    wird sich das Pflegepersonal „ganz vorne in der Streikfront zeigen“, ist sich Maria Winkler sicher. Ver.di wird den Warnstreik auch auf die Beschäftigten
    der Spätschicht am ZfP ausweiten.
    Die zwingend erforderliche Versorgung von Patienten an den Zentren für Psychiatrie in Südwürttemberg wird sichergestellt, betont Maria Winkler. Mit der Zentrumsleitung wurde eine Notdienstvereinbarung vereinbart, welche eine Notbesetzung entsprechend der Sonn- und Feiertage vorsieht.

    Hintergrundinformation
    ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde für die Beschäftigten der Länder eine Erhöhung der Entgelte um 5 Prozent, mindestens 150 € monatlich, für die Beschäftigten
    an den Kliniken 300 € monatlich mehr sowie für die Auszubildenden 100 €. Im ver.di Bezirk Ulm-Oberschwaben sind rund 7.000 Tarifbeschäftigte in Verwaltungen, Krankenhäusern, Hochschulen und der Universität Ulm von den Tarifverhandlungen betroffen sowie rund 2.000 Beamte bei den Kommunen. Die öffentlichen Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt.

    Pressekontakt

    ver.di Bezirk Ulm-Oberschwaben
    Maria Winkler, Bezirksgeschäftsführerin
    Weinhof 22-23
    89073 Ulm
    0731 / 96724-14